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Ausgabe Nr. 68 vom 6. - 19. August 2008
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Biologe beweist anhand von Fotos die Existenz der Rieseneidechsen auf La Palma

Rieseneidechse doch nicht ausgestorben?

Die Rieseneidechsen von El Hierro, die sogenannten La-gartos de Salmor (Gallotia symonyi) sind der Wissenschaft seit 1975 bekannt, denn damals wurden Exemplare der ausgestorben geglaubten Art gesichtet. Ebenso wurde die verwandte Rieseneidechse von La Gomera (Gallotia bravoana) 1999 wiederentdeckt. Diese beiden Eidechsenarten waren bis vor kurzem die einzigen Überbleibsel der „Urech­sen“ auf den Kanaren.

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Die Aufnahmen der vermeintlichen Rieseneidechse von La Palma gelangen einem Biologen bereits im Juli letzten Jahres.
Galerie© EFE
Die Aufnahmen der vermeintlichen Rieseneidechse von La Palma gelangen einem Biologen bereits im Juli letzten Jahres.
13.01.2008 - La Palma - Ende Dezember belegte ein Biologe der Eidechsenzuchtstation auf La Gomera mit Fotos die Existenz einer weiteren Rieseneidechsenart auf La Palma. Seit vielen Jahren wird auf der Insel nach Exemplaren dieser Spezies gesucht, die als ausgerottet galt. José Antonio Mateo stellte der Nachrichten­agentur EFE zwei Fotos zur Verfügung, die seiner Ansicht nach den Beweis für das Überleben der Art liefern. Mateo ist promovierter Biologe und hat die im Juli letzten Jahres von einem Kollegen auf La Palma mit Teleobjektiv geschossenen Fotos einer enorm großen Eidechse eingehend untersucht.
Zusammen mit Fachkollegen reiste er nach La Palma und untersuchte das Gebiet, in dem die Aufnahmen gelungen waren. Anhand der Vegetation und Untersuchungen des Ge­ländes (u.a. Größenvergleiche mit Pflanzen) errechneten die Wissenschaftler, dass die fotografierte Eidechse zwischen 301 und 312 Millimeter vom Kopf bis zum Schwanz­ende misst. Das Tier wäre etwa vier bis fünf Jahre alt und als Angehöriger der Spezies Gallotia auaritae einzuordnen.
Ein endgültiger Beweis für die Richtigkeit dieser Annahme liegt allerdings nicht vor. Über die einstigen Riesenei­dechsen von La Palma gibt es keine genauen Angaben über Zeichnung und Körperbau. Zum Vergleich liegen anscheinend ausschließlich Skelettfunde vor.






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