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Ausgabe Nr. 75 vom 19. November - 2. Dezember 2008
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Vor zwei Jahren verschwand kurz nach der ersten Hissung die 360.000 Euro teure Fahne

Wo ist die Monsterflagge?

Mit viel Gegenwind von Bevölkerung und Politikern wurde vor zwei Jahren (am 30. September 2006) an der Plaza del Fuero Real in Las Palmas, im Volksmund als Plaza de la Fuente Luminosa bekannt, eine wahre Monsterflagge gehisst.



Galerie
09.10.2008 - Gran Canaria - Eine Idee des damaligen Cabildo-Präsidenten und heutigen Vizepräsidenten der Regionalregierung José Manuel Soria (PP). Soria, der für seine Idee – und vor allem die enormen Kosten – aus allen Richtungen Kritik erntete, zeigte sich davon wenig beeindruckt. Von der Opposition im Cabildo wurde die Flagge als Beweis seines Napoleon-Komplexes gewertet. Doch Soria versicherte: „Wir müssen uns nicht eines Komplexes schämen, den wir nicht haben, wenn wir der Welt unsere Flagge zeigen. Unsere Flagge ist so groß, dass auch diejenigen, die sie nicht sehen wollen, sie sehen müssen.“ Satte 360.000 Euro aus der Inselkasse blätterte Soria für den Fahnenmast und drei Mega-Flaggen (die von Gran Canaria, eine kanarische und eine spanische) hin.
An dem 50 Meter hohen und 19 Tonnen schweren Mast flatterte das 300 Quadratmeter (!) große Tuch allerdings nur kurze Zeit (Foto). Nur acht Tage nach der ersten Hissung fiel die Fahne zu Boden und verschwand anschließend im Lager des Cabildos. Seit April 2007 steht der nackte Fahnenmast nutzlos an der Plaza del Fuero Real. Angesichts des zweijährigen Jahrestags der offiziellen Hissung fragte sich die Zeitung Canarias 7 kürzlich „Wo ist die Inselflagge?“
Anscheinend sind nicht nur die Flaggen durch Feuchtigkeit, Salz und Wind beschädigt, sondern auch der Mechanismus zum Hissen des riesigen Tuches funktioniert nicht mehr. Cabildo-Präsident José Miguel Pérez García (PSOE) überlegt noch, was die finanziell günstigste Möglichkeit ist, um die Fahne wieder flattern zu lassen. Vermutlich wird der Mast gekürzt und eine kleinere Fahne bestellt. „Es wird auf alle Fälle etwas Einfacheres sein, das die Inselkasse nicht belasten wird“, versicherte García.






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