Das kleine Städtchen Alcalá in der Gemeinde Guía de Isora feiert am 15. August ebenso wie Candelaria das Fest der Heiligen Jungfrau von Candelaria, die auch Schutzheilige dieses Fischerortes ist. Aus diesem Anlass wird alljährlich in dem kleinen Ort eines der größten Feuerwerke der Insel gezündet.
08.08.2008 - Teneriffa - Geschichtsforscher versichern, dass die Wurzeln dieser Tradition auf das Jahr 1925 zurückgehen. Damals soll das Feuerwerk von einem Fischerboot aus gezündet worden sein. Das Besondere an den inselweit bekannten „Fuegos de Alcalá“ sind nicht nur die Dauer und die Pracht des Feuerwerks. Die Feuerwerkskörper werden von verschiedenen Punkten aus gezündet, so dass ein einmaliges Bild am Nachthimmel entsteht.
Ein gut gehütetes Geheimnis von Alcalá sind allerdings die Kosten für dieses grandiose Schauspiel. Es wird gemunkelt, dass die Hälfte des Gesamtbudgets für die Fiestas dafür verwendet wird. Doch egal. Wichtig ist, dass den Nachbarorten wie Playa San Juan oder Puerto Santiago – mit denen Alcalá konkurriert – gezeigt wird, dass das Feuerwerk von Alcalá weiterhin das schönste ist. Es wird kurz vor Mitternacht gezündet.
Doch auch tagsüber lohnt ein Besuch in Alcalá. Am Nachmittag wird die Heilige Jungfrau in einem Fischerboot an der Küste entlang gefahren. Jubelnde Menschen warten im kleinen Hafen, und den ganzen Tag über sowie die Nacht hindurch wird gefeiert.