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Ausgabe Nr. 75 vom 19. November - 2. Dezember 2008
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Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Panorama > Staatssekretärin Rumí: „Alle Schwarzafrikaner werden die Inseln verlassen“

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Die 40-Tage-Frist, die das spanische Zuwanderungsgesetz festlegt, läuft bei vielen Flüchtlingen demnächst ab

Staatssekretärin Rumí: „Alle Schwarzafrikaner werden die Inseln verlassen“

Die 40-Tage-Frist, die das spanische Zuwanderungsgesetz für die zwangsweise Unterbringung illegaler Immigranten in Auffanglagern festlegt, neigt sich in vielen Fällen dem Ende zu, und auf den Inseln wächst die Besorgnis darüber, was wohl mit den Immigranten geschehen wird, wenn die Frist abgelaufen ist.

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Das menschliche Drama nimmt kein Ende. Am 24. April kamen 109 schwarzafrikanische Flüchtlinge auf La Gomera an.
Galerie© EFE
Das menschliche Drama nimmt kein Ende. Am 24. April kamen 109 schwarzafrikanische Flüchtlinge auf La Gomera an.
29.04.2006 - Kanarische Inseln - Madrid - Werden sie alle auf dem Archipel einfach auf freien Fuß gesetzt und ihrem Schicksal überlassen? „Keineswegs“, versichert die spanische Staatssekretärin für Zuwanderung, Consuelo Rumí. „Auf den Kanaren ist bislang kein einziger illegaler schwarzafrikanischer Immigrant außerhalb der Internierungszentren geblieben und das wird sich auch nicht ändern“, versprach sie. Rumí wiederholte die Zusicherung der Regierung, die illegalen Immigranten in ihre Herkunftsländer zurückzuführen. In den Fällen, in denen fehlende Abkommen dies unmöglich machen, sollen die Flüchtlinge in andere spanische Provinzen gebracht werden. Es existiere, so Rumí, ein Regierungsplan, der die Verlegung der Immigranten, deren 40-Tage-Frist abläuft, auf das spanische Festland vorsieht.
In den ersten vier Monaten dieses Jahres hat die stark gestiegene Zahl illegaler Immigranten, die von Mauretanien aus auf die Kanaren kommen, zu einer Verlegung der Menschen in Internierungslager auf dem spanischen Festland gezwungen. Die Kapazitäten der Auffanglager der Inseln waren erschöpft und so wurden bis zu 3.000 Menschen auf das Festland verlegt. Derzeit werden nach offiziellen Angaben immer noch 1.366 Flüchtlinge auf den Kanaren festgehalten. Ihre Rückführungsanträge laufen.

„Sklavenschiffe“ drehen ab

Die neuen Überwachungsmethoden, die an der kanarischen Küste eingesetzt werden, um das Eindringen so genannter „Sklavenschiffe“ in die spanischen Hoheitsgewässer zu verhindern, zeigen anscheinend Erfolg. Das Patrouillenschiff „Cazadora“ der spanischen Marine und die Fokker-Maschine der Luftwaffe, die in diesem Sonderkommando im Einsatz sind, haben in den letzten Wochen zwei Frachtschiffe, die vermutlich eine große Zahl von Flüchtlingen an Bord hatten, zum Umkehren gebracht. Die Luftaufnahmen eines der Schiffe lassen auf Deck bis zu zwölf aufeinandergestapelte Fischerboote erkennen, in denen die Immigranten wohl in der Nähe der kanarischen Küste ausgesetzt werden sollten. Das Schiff wurde 140 Meilen vor El Hierro von der spanischen Marine zum Kurswechsel gezwungen. Derzeit hält sich das Schiff an der Elfenbeinküste auf, wo es überwacht wird.
Unterdessen kamen am 24. April auf La Gomera 109 Flüchtlinge aus Senegal, Liberia, Elfenbeinküste und Guinea Conakry an, darunter mehrere Minderjährige und eine Frau.








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