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Ausgabe Nr. 75 vom 19. November - 2. Dezember 2008
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Starke Niederschläge setzten ganze Straßenabschnitte unter Wasser und verursachten Erdrutsche

Der Winter grüßt zum Frühlingsanfang

In Nordeuropa wäre ein „Unwetter“ mit Blitz und Donner, starkem und anhaltendem Regen, Hagel und Schnee in den Höhenlagen womöglich nichts Ungewöhnliches, doch auf den Kanaren sind die Wetterkapriolen der letzten Tage eine kleine Sensation.

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Nach der Regen- und Gewitternacht erwachte die Landschaft des Nationalparks am 19. März wunderschön verschneit.
Galerie© Guardia Civil
Nach der Regen- und Gewitternacht erwachte die Landschaft des Nationalparks am 19. März wunderschön verschneit.
25.03.2007 - Kanarische Inseln - Ein heftiges Gewitter hielt am 18. März die Bevölkerung in Atem. Vor allem im Norden Teneriffas und in der Hauptstadt setzten die Wassermassen zum Teil Häuser unter Wasser und führten zu Straßensperrungen wegen Steinschlags. Über acht Stunden lang stand der Verkehr auf der Hauptstraße bei San Juan de la Rambla wegen eines Erdrutschs nahezu still und auch andernorts kam es zu starken Verkehrsbehinderungen. Feuerwehr, Polizei und Zivilschutz hatten alle Hände voll zu tun, denn es gab unzählige Anrufe wegen Wasserschäden, Steinschlag, Überflutungen von Straßen und Schäden an Fahrzeugen.

200 l/qm in La Victoria

Am schlimmsten traf es die Gemeinde La Victoria de Acentejo, wo mit 200 l/qm der Rekord der Gewitternacht aufgestellt wurde. Bürgermeister Manuel Correa beschloss am darauffolgenden Tag, den Schulunterricht vorsichtshalber ausfallen zu lassen, denn das meteorologische Institut hatte weitere Regenfälle angekündigt, die jedoch ausblieben. Correa beschwerte sich anschließend öffentlich darüber, dass die Regierung angesichts eines Unwetters dieses Ausmaßes nicht effektiver reagiert bzw. Verbindung zur Gemeinde aufgenommen hatte. In der Stadt kamen durch Erdrutsche Mauern zum Einsturz, Straßen wurden durch Geröll abgeschnitten. Sogar das Rathaus blieb nicht verschont – ein Wasserschaden beschädigte verschiedene Computer.
Auf Anweisung des Cabildos wurden alle Zufahrten zum Teide-Nationalpark von der Polizei gesperrt. Ein paar eingeschneite Ausflügler benötigten in den Cañadas Hilfe (s.S. 14). Mittlerweile hat das Cabildo allerdings mitgeteilt, dass die Teide-Zufahrten geräumt und wieder für den Verkehr freigegeben sind. So lockt zum Frühlingsanfang nun eine verschneite Winterlandschaft Besucher an. Das Cabildo mahnt bei Fahrten in den Nationalpark dennoch ausdrücklich zur Vorsicht.
Auf La Palma verursachten Gewitter und heftige Niederschläge Stromausfälle in mehreren Gemeinden. Auf dem Flughafen kam es zu Verspätungen und drei Maschinen mussten nach Teneriffa-Süd umgeleitet werden. In zahlreichen Schulen fiel der Unterricht aus. Auch hier wurde die Zufahrtsstraße zum Roque de los Muchachos wegen der starken Schneefälle gesperrt.








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