Allen Verhinderungsversuchen zum Trotz, der deutsche Supermarkt-Discounter kommt auf die Inseln
Lidl: „Wir werden bald da sein“
Allen Verhinderungsversuchen zum Trotz, der deutsche Supermarkt-Discounter Lidl ist sich sicher, dass er „bald auch auf den Kanarischen Inseln“ präsent sein wird.
23.03.2006 - Kanarische Inseln - Ursprünglich sollten es 13 Filialen verteilt auf allen Inseln sein. Sechs davon wurden jedoch abgewiesen, woraufhin ein Tauziehen mit den hiesigen Behörden begann, das noch nicht beendet ist. Dennoch zeigt man sich bei Lidl optimistisch, was die Entscheidung über die übrigen Anträge betrifft, nicht zuletzt, weil die Schaffung von insgesamt 600 Arbeitsplätzen vorgesehen ist. Über Kundenmangel dürften sich die zukünftigen Lidl-Filialen auf den Inseln bestimmt nicht beklagen müssen, denn vonseiten der Unternehmensleitung wird versichert, dass das Preisniveau fast dem des spanischen Festlandes entsprechen wird, mit Lebensmittelpreisen, die weit unter den bisher geltenden liegen werden. Das würde dazu beitragen, dass generell die Preise auf den Kanaren, die einen der teuersten Warenkörbe Spaniens haben, sinken müssten, heißt es weiter. Lidl steht derzeit in Verhandlungen mit der ZEC, um zu sehen, welche steuerlichen Vorteile die kanarische Sonderzone zu bieten hat.
Leserbriefe zu Artikel Lidl: „Wir werden bald da sein“
15.05.2006 - , Lidl überschätzt seine Position
Leserbrief zu Artikel „Lidl: ‘Wir werden bald da sein’“ in Wochenblatt vom 23.3.2006. Der Discounter Lidl überschätzt seine Position. Die Kanarischen Inseln sind kein Allerweltseiland. Die Bewohner pflegen ihre Sitten und Gebräuche, und hierzu gehört insbesondere, dass sie einheimischen Produkten den Vorzug geben. Ein Terrain, auf dem das deutsche Handelsunternehmen mit seiner importierten Monokultur denkbar schlecht aufgestellt ist. Da nützen auch die versprochenen 600 neuen Arbeitsplätze nichts. Denn jeder Canario weiß, dass ein Erfolg Lidls im gleichen Atemzug die eigene Landwirtschaft vor erhebliche Probleme stellen dürfte.