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Ausgabe Nr. 75 vom 19. November - 2. Dezember 2008
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Home > Spanien > Nachrichten > Umwelt > Kanaren – eine der vom Klimawandel meistbetroffenen Regionen Spaniens

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Untersuchung über die Folgen des Klimawandels prophezeit „Afrikanisierung“ Spaniens

Kanaren – eine der vom Klimawandel meistbetroffenen Regionen Spaniens

Wahre Hitze-Tsunamis im Sommer, die stetige „Mediterranisierung“ der Nordküste, während der Süden des Landes zusehends verkarstet, ganze Tier- und Pflanzenspezies, die aussterben, Wasser, das zu einem lebensgefährlich knappen Gut wird, wäh­rend der steigende Meeresspiegel die Strände auffrisst, neue Krankheitsbilder, die auf die atmosphärische Verschmutzung zurückzuführen sind sowie subtropisches Klima. Das sind, nach einer jetzt veröffentlichten Untersuchung, einige der schwerwiegendsten Veränderungen, die Spanien bis Ende dieses Jahrhunderts erleiden könnte, wenn nicht entschieden gegen den Klimawandel gekämpft wird.

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Regierungschef Rodríguez Zapatero traf sich mit den 17 Klima-Forschern, die für ihn die Untersuchung durchführten.
Galerie© EFE
Regierungschef Rodríguez Zapatero traf sich mit den 17 Klima-Forschern, die für ihn die Untersuchung durchführten.
09.12.2007 - Spanien - Madrid - Die Studie „Der Klimawandel in Spanien“ wurde von 17 spanischen Klima-Forschern im Auftrag der sozialistischen Regierung durchgeführt und lässt keinen Zweifel mehr daran: Spanien droht, klimatisch gesehen, die „Afrikanisierung“, wenn nicht umgehend etwas geschieht.
Neben Galicien sind der Untersuchung zufolge die Kanarischen Inseln dabei eine der von den Folgen des Klimawandels am meisten bedrohten Regionen Spaniens. Nicht zuletzt der steigende Meeresspiegel, der spanienweit bis 2050 auf durchschnittlich 15 Zentimeter geschätzt wird, könnte im Norden der Inseln bereits um die 35 Zentimeter betragen. Das hätte unter anderem zur Folge, dass die Strände bis zu 15 Meter Land an das Meer verlieren. Ähnliches gilt auch für die Strände von Huelva und Cádiz.

Koordination und Aktion

Die Klima-Expertern weisen eindringlich darauf hin, dass es im Kampf gegen die Erderwärmung und ihre Folgen  nicht nur um Koordination und Aktion auf internationaler Ebene geht. Nein, auch auf nationaler und nicht zuletzt lokaler Ebene müssen Gegen- und Vorbeugungsmaßnahmen ergriffen und auf koordinierte Art und Weise durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang wurde auch die Regierung daran erinnert, dass bereits eine ganze Reihe an Maßnahmen zur Verfügung stehen, die aber nur effektiv sein können, wenn sie auch angewandt bzw. eingehalten werden. Damit beziehen sich die Klima-Forscher beispielsweise auf die Tatsache, dass Spanien immer noch weit davon entfernt ist, seine selbstgesteckten Kyoto-Ziele einzuhalten.
Spanien, mit seinen 43 Millionen Einwohnern, hat derzeit eine CO2-Emission  wie die 144 Millionen Einwohner der Länder Argentinien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Peru und  Uruguay zusammen.








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