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Ausgabe Nr. 75 vom 19. November - 2. Dezember 2008
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Ab 1. Oktober kostet der Dienst 0,50 Euro

Abzocke: Telefónica kassiert für Rufnummernübermittlung

Es ist schon praktisch, wenn man bereits vor dem Abheben weiß, wer einen da gerade anruft. Das hat sich auch die Telefónica gedacht und will auf einmal für den bisher kostenlosen Service der Rufnummern­anzeige (CLIP) von jedem Kunden 0,50 Euro pro Monat kassieren - ab dem 1. Oktober nun auch für alle Inhaber einer ADSL-Leitung mit Dúo- oder Trío-Tarif, die bisher noch davon verschont geblieben waren.

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Ohne Anzeige ist das Display moderner Telefone nutzlos.
Galerie© Telefónica
Ohne Anzeige ist das Display moderner Telefone nutzlos.
06.09.2008 - Spanien - Madrid - Die Telefongesellschaft hat dies auf den letzten Rechnungen vermerkt und gibt an, diese Gebühr sei für Technik und Personal nötig, die diesen Service ermöglichen.
Wer den Service nicht in Anspruch nehmen will, muss sich unter der Servicenummer 1004 abmelden.

Empörung

Bei Verbraucherschützern hat dieser Schritt Empörung ausgelöst, da die Erhebung einer Gebühr für eine Dienstleistung, die der Kunde nie bestellt habe, schlicht „illegal“ sei. Die Verbraucherorganisation FACUA kündigte an, eine Anzeige gegen Telefónica vor dem Verbraucherschutzministerium und der Regulierungsbehörde für Telekommunikation einzureichen. Ziel sei es, die illegale Praxis zu stoppen und die Telefónica zur Rückzahlung der bereits kassierten Gebühren zu zwingen. Außerdem müsse der Konzern mit einer saftigen Geldstrafe belegt werden.
„Der Verbraucher soll auf einmal eine Gebühr für eine Zusatzleistung zahlen, die er nie in Auftrag gegeben hat und die seit 9 Jahren kostenlos ist“, sagte der Sprecher von FACUA, Rubén Sánchez, in einem Interview. „Dieser Service ist in Festnetz- und Mobilfunk­netzen heute ein selbstverständliches Feature. Dennoch, wenn ein Kunde diesen Service nicht bestellt hat, muss er auch nicht dafür bezahlen.“ Sánchez empfiehlt der Telefónica, bei allen Kunden den Dienst zu deaktivieren. Wer ihn dennoch benutzen will müsse ihn dann beantragen. „Das wäre die logische und legale Verhaltensweise, doch für die Telefonkonzerne gibt es keine Logik - dort zählt nur das Geld“, klagte Sánchez. Die neue Gebühr verteuere die Monatsrechnungen um 3,6%.








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