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Ausgabe Nr. 77 vom 17. Dezember 2008 - 6. Januar 2009
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Spanische Webseiten und E-Mail-Adressen wegen Computerpanne zwei Stunden lang „offline“

Totalausfall: Spanien verschwand aus dem Netz

Durch eine technische Panne waren am 29. August während zwei Stunden rund 400.000 spanische Webseiten weltweit nicht erreichbar. Ein Fehler in den Servern des staatlichen spanischen Betreibers Esnic, der für die Verwaltung der Domains mit dem spanischen Länderkürzel ".es" zuständig ist, sorgte im ganzen Land für Verwirrung.

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Erklärungsversuche auf den Webseiten der ESNIC
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Erklärungsversuche auf den Webseiten der ESNIC
08.09.2006 - Spanien - Bei einem Update der Systeme für die Adressverwaltung war es zu einem Fehler gekommen, der alle Webseiten und E-Mail-Adressen mit dieser Endung zwischen 15.10 Uhr und 17.12 Uhr unerreichbar machte. Während die bekanntesten Webs wie z.B. www.elpais.es durch eine Zwischenspeicherung bei den Providern noch erreichbar waren, blieben kleinere Seiten völlig verschwunden. Nutzer von E-Mail-Adressen mit der spanischen Endung „.es“ konnten keine Nachrichten mehr senden oder empfangen; die Server waren schlicht unauffindbar. Zu einem Verlust von E-Mails sollte es dabei jedoch nicht gekommen sein, da bei einem Ausfall dieser Art die Nachrichten zwischengespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt ausgeliefert werden.
Hochbetrieb herrschte bei den Telefonzentralen von Behörden und Banken, da die Kunden nicht auf ihr Homebanking zugreifen konnten.
Einen Ausfall in dieser Größenordnung habe es laut Berichten spanischer Tageszeitungen bisher in keinem anderen Land gegeben. Der komplette Ausfall eines Länderkürzels sollte durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen gar nicht passieren können. Der staatliche Verwalter ESNIC gab sich entsprechend auch sehr wortkarg und veröffentlichte erst nach einiger Zeit eine Pressemitteilung mit Erklärungsversuchen. Laut dem Dokument habe der für solche Ausfälle vorgesehene Notfallplan gegriffen, wodurch der Fehler kurz nach der Lokalisierung behoben werden konnte. Dies dauerte allerdings knappe zwei Stunden, was dazu führte dass ganze 15,22% der gesamten Anfragen des Tages an das System der ESNIC nicht bedient werden konnten.
Der wirtschaftliche Schaden durch den Ausfall ist schwer zu beziffern. In etlichen Diskussionsforen wurde jedoch schnell Unmut laut. Ohne Zugriff auf die Firmenwebsite, ohne Zugriff auf Konten und Aktiendepots und ohne E-Mail konnten viele Internetnutzer den ganzen Nachmittag nicht arbeiten, ganze Firmen waren lahm gelegt.






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