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Ausgabe Nr. 75 vom 19. November - 2. Dezember 2008
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Kinosäle verloren 2007 über 20 Millionen Zuschauer

Gähnende Leere an den Kassen

Spaniens Kinosäle haben im vergangenen Jahr über 20 Millionen Besucher verloren. Während 2006 nämlich noch 122 Millionen Eintrittskarten verkauft wurden, waren es 2007 nur noch 102 Millionen. Der Rückgang beträgt im Vergleich zum Vorjahr also etwa 16,4%.



24.01.2008 - Spanien - Madrid - Für die spanische Kino-Industrie hält sich der Schrecken jedoch in Grenzen. Die rückläufige Tendenz wird inzwischen nicht mehr als „Alarmsignal“ angesehen, sondern vielmehr als „Bestätigung des Desasters“. Schließlich ist es nichts Neues mehr. In der Ära von DVD und Home Cinema verlieren Spaniens Kinosäle seit etwa drei Jahren mit erschreckender Beständigkeit an Besuchern. So wurden 2004 beispielsweise noch 144 Millionen Kinogänger verzeichnet. Parallel dazu ist in den letzten Jahren auch die Anzahl der Kino-Säle zurückgegangen. Während es 2006 noch 936 gab, waren es im vergangenen Jahr nur noch 889. Pro 9.600 Einwohner gibt es statis­tisch gesehen eine Kinoleinwand, was im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, die höchstens eine Leinwand pro 20.000 Einwohner haben, von Experten als viel zu viel eingestuft wird.

Die meistgesehenen Filme 2007

Nach offiziellen Zahlen war der dritte Teil der „Fluch der Karibik“-Saga im vergangenen Jahr der meistgesehene Kinofilm in Spanien. 21,7 Millionen Euro spielte das Piraten-Spektakel damit ein. An zweiter Stelle lag der ebenfalls dritte Teil des computeranimierten Films „Shrek“ (20,9 Millionen). Erst an dritter Stelle kommt mit „Das Waisenhaus“ („El Orfanato“) ein spanischer Film auf die Liste der beliebtesten Filme 2007. 19,1 Millionen Euro spielte der Thriller von Jungregisseur Juan Antonio Bayona ein. Der Traum, für einen Oscar als bester ausländischer Film nominiert zu werden, zerplatzte jedoch am 15. Januar, als die Filmakademie in Hollywood die Kandidaten für die Vorrunde für dieses Jahr bekannt gab.








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