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Ausgabe Nr. 75 vom 19. November - 2. Dezember 2008
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Rafael Nadal wird in der Heimat gefeiert

Bescheidener Superstar

An die Spitze der Tennis-Weltrangliste zu gelangen ist nun ein „kleines Ziel“, gab Rafael Nadal in seinem Heimatort Manacor (Mallorca) zu, wo er zwei Tage nach seinem Wimble­don-Sieg von einer jubelnden Menschenmenge und zahlreichen Honoratioren empfangen wurde.

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Rafa Nadal auf dem Balkon des Rathauses in seiner Heimatstadt. Unten jubelten etwa 1.500 Fans dem diesjährigen Wimbledonsieger zu.
Galerie© EFE
Rafa Nadal auf dem Balkon des Rathauses in seiner Heimatstadt. Unten jubelten etwa 1.500 Fans dem diesjährigen Wimbledonsieger zu.
19.07.2008 - Spanien - Manacor - Bescheiden bezeichnete der 22-jährige Weltranglisten-Zweite Roger Federer als „bes­ten Tennisspieler aller Zeiten“. Eine Chance, Federer die Spitze streitig zu machen, rechnet sich Nadal nach eigenen Worten aus, „wenn ich weiterhin so spiele wie jetzt“. „Der Sieg in Wimbledon war beeindruckend und ein Traum, wie auch der Empfang in Manacor“, sagte Nadal. Sich selbst bezeichnete er als „wenig besonders, vielmehr sehr normal“.
Im Rathaus seiner Heimatstadt Manacor wurde dem Tennisstar am 8. Juli ein großer Empfang bereitet. Der balearische Regierungschef Francesc Antich und Bürgermeister Antoni Pas­tor gratulierten herzlich. Vom Rathausbalkon grüßten Nadal und sein Onkel und Trainer Toni die etwa 1.500 Fans, die ihnen zujubelten. Viele von ihnen hatten T-Shirts an auf die ein Foto des Siegers gedruckt war, wie er in den Wimbledon-Pokal beißt. Darunter stand „Glückwunsch Rafa. Du bist der beste Antrieb für Manacor“.
Nadal hatte am 6. Juli in Wimbledon nach einem mehrstündigen, zeitweise wegen Regens unterbrochenen und an die Grenzen eines Dramas reichenden Endspiels den Weltranglis­ten-Ersten Roger Federer in einem Fünf-Satz-Match mit 6:4, 6:4, 6:7, 6:7 und 9:7 besiegt. Besondere Bedeutung hat der Sieg nachdem auch die letzten beiden Jahre Nadal und Federer im Endspiel standen, beide Male der Schweizer jedoch nicht zu schlagen war. Fünf Jahre in Folge gewann Roger Federer das prestigeträchtige englische Tennisturnier (2003-2007), bis er am 6. Juli 2008 von Rafael Nadal entthront wurde.
Spanien feierte Nadal nach dem Triumph in Wimbledon wie einen König. Die Presse überschlug sich förmlich, wirkte doch die Siegeslaune der Fußball-EM noch nach. Innerhalb weniger Tage wurde Spanien nach 44 Jahren wieder einmal Fußballeuropa­meister und nach 42 Jahren wieder Wimbledon-Sieger. Der zuvor letzte Wimbledonsieg für Spanien im Herreneinzel war der von Manolo Santana im Jahr 1966 gewesen. 1994 holte Conchita Martínez den Pokal im Dameneinzel zuletzt für Spanien.






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