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Ausgabe Nr. 75 vom 19. November - 2. Dezember 2008
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Armutsschere zwischen Immigranten und Spaniern geht immer weiter auseinander

Sozialer Sprengstoff

Die immer weiter auseinander gehende Armutsschere zwischen Immigranten und Spaniern birgt einen sozialen Sprengstoff, der jeden Moment in die Luft gehen könnte. So etwa lautet die Warnung, die im diesjährigen Bericht über Soziale Eingliederung des zur Caixa Catalunya gehörenden Observatorio de Inclusión Social veröffentlicht wurde.



18.09.2008 - Spanien - Madrid - Bei der dem Bericht vorausgegangenen Untersuchung stellte sich unmissverständlich heraus, dass die in Spanien lebenden Ausländer aus einem Nicht-EU-Land in allen Parametern, die verglichen wurden, im Hinblick auf die Spanier deutlich schlechter dran waren. So fallen derzeit 17% der Spanier und 21% der Spanierinnen unter die Kategorie „mäßige Armut“. Bei den Immigranten liegen diese Prozentsätze jedoch weit höher (Männer 26% und Frauen 24%). In der Kategorie „schwere Armut“ geht die Schere noch weiter auseinander. Während bei den Spaniern 6% als „sehr arm“ gelten, sind es bei den Immigranten mehr als doppelt so viele. Besonders deutlich wird die Differenz jedoch in der Kategorie „extreme Armut“, unter der 3% der Spanier, aber 10% der Ausländer aus einem Nicht-EU-Land fallen. Am meisten benachteiligt sind, wie so oft, die Kinder. 52% der Kinder ausländischer Eltern gelten in Spanien als arm. Das ist eine der höchs­ten Kinder-Armutsquoten innerhalb der 15 alten EU-Mitgliedsländer.






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