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Ausgabe Nr. 74 vom 5. - 18. November 2008
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Schließung des Kindergartens Heidi





24.05.2008 - - Am 22. April wurde uns, den Eltern der Kinder die zur Zeit den Kindergarten Heidi in Playa San Juan besuchen mitgeteilt, dass der Kindergarten schließen müsse, weil die Leiterin bis dahin davon ausging von der vorherigen Besitzerin einen Kindergarten mit gültiger Lizenz erworben zu haben. Obwohl sämtliche Papiere vorlagen stellte sich letztendlich heraus, dass diese nicht einmal das Papier wert waren, auf dem sie gedruckt wurden. Selbstverständlich beantragte die jetzige Besitzerin eine gültige Lizenz im Rathaus von Guia de Isora, es wurde ihr aber gleich gesagt, dass sie diese Lizenz nie erhalten würde, weil es in ganz Playa San Juan nur zwei Liegenschaften gebe, die eine Kindergartenlizenz erhalten würden und diese, welch ein Zufall, der Gemeinde gehören. Wir Eltern waren erst ziemlich entsetzt, weil wir nun wussten, dass der Kindergarten theoretisch von heute auf morgen geschlossen werden könnte und Ausweichmöglichkeiten gibt es fast keine, auch wenn es einige private Kindergärten in Playa San Juan gibt (und anscheinend alle ohne Lizenz), aber nicht einer reicht an den Standard des Kindergarten Heidi heran, weil dieser (vielleicht ist auch das das Problem) sich von den übrigen Kindergärten stark unterscheidet: drei Kindergärtnerinnen für eine überschaubare Gruppe, Bastelstunden, Spielstunden, Singen, sportliche Betätigung, eine ausgewogene Ernährung und was für uns Eltern das Wichtigste ist: wir können mit Gewissheit sagen, dass man sich dort um unsere Kinder liebevoll kümmert. Einige Eltern erzählten, dass in den übrigen die selben Zustände herrschen würden, wie in den öffentlichen Kindergärten, also viel zu große Gruppen, zu wenig Personal und ein Sollmaß an Aufmerksamkeit für die Kleinen, praktisch das genaue Gegenteil von dem was wir Eltern uns für unsere Kinder vorstellen. Es ist also mehr als verständlich, dass wir Eltern alles in unserer Macht stehende versuchen werden, die Schließung des Kindergartens zu verhindern, weil wir einfach nicht akzeptieren wollen, dass es gerade „unseren“ Kindergarten trifft und die anderen (auch illegalen Kindergärten) stillschweigend vom Rathaus geduldet und nicht sanktioniert werden. Anstatt den Kindergarten Heidi schließen zu lassen, sollten sich die zuständigen Behörden dieses Kindergartenmodell zum Vorbild nehmen und es unterstützen. Kinder sind schließlich unsere Zukunft und sie sollten es wert sein, von ganz klein an entsprechend gefördert zu werden, damit sie die Möglichkeit haben genau die Eigenschaften entwickeln zu können, die den meisten Heranwachsenden leider fehlen.

Alexandra Wirth
Adeje









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