28.04.2007 - - Während unseres Urlaubes fuhren meine Frau und ich von St. Cruz - TF nach Arrecife-Lanzarote am 22.03.2007. Die Hinfahrt gestaltete sich völlig problemlos. Dagegen verlief die Rückfahrt am 27.03. geradezu chaotisch.
Die Fähre Volcan de Timanfaya verließ den Hafen von Arrecife statt wie vorgesehen um 11h, erst um 11.45h und zwar nur mit einer Maschine. Schon vorher hatten wir beobachtet, das sporadisch sehr schwarzer Rauch den Schornstein verließ und ölverschmierte Mechaniker zeitweise hastig über Deck liefen. Noch im Hafen war am Schraubenwasser ersichtlich, dass nur eine Maschine lief und zwar bis Las Palmas, Gran Canaria. Dies wurde uns auch von Besatzungsmitgliedern noch während der Überfahrt bestätigt. Auch war ab und zu eine Veränderung der Drehzahl des einen, noch laufenden Motors, bemerkbar, und dann war auch wieder das Ausstoßen des schwarzen Qualms für knapp eine Minute sichtbar.
Das Schiff erreichte mit einer Verspätung von ca. 4 Stunden den Hafen von Las Palmas. Hier erst wurde die Weiterfahrt nach Teneriffa unterbunden. Wir mussten mit unserem Fahrzeug das Schiff verlassen und uns zu einer anderen Mole begeben, wo die Weiterfahrt nach 1 –2 Stunden mit einer anderen Fähre nach St. Cruz stattfand. Wir erreichten Teneriffa somit erst gegen 3h im Morgengrauen, statt wie vorgesehen um 22.45h. In unserem Wohnort Los Cristianos kamen wir erst nach weiteren 1-2 Stunden Autofahrt, also gegen 5 Uhr morgens, an.
Ich bin nicht so sehr über die Verspätungen verärgert, sondern viel mehr über die Nichtbeachtung der Sicherheitsregeln auf See. Was wäre passiert wenn bei der mehr als 200 Km langen Überfahrt von Lanzarote nach Gran Canaria auch die 2. Maschine ausgefallen wäre? Hätte der Kapitän nicht vor Abfahrt über die Umstände und die voraussichtlichen Verspätungen aufklären müssen? In diesem Fall wären wir lieber 1-2 Tage auf Lanzarote im schönen Hotel San Antonio geblieben!
Ich habe den Vorfall dem Hafenkapitän in Los Cristianos auf einem Formblatt an das Ministerium de Fomento gemeldet, glaube aber nicht, dass es Einfluss auf das selbstherrliche Verhalten des Kapitäns hat.
Helmut Alberti
Adeje