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Auf Fuerteventura sind die deutschen Touristen und Residenten schockiert





06.04.2007 - - Am 3. März 2007 wurde ein Plan especial de Protección de la Identidad Majorea (PPIM) beschlossen und tritt im Juli 2007 in Kraft.
Welchen Sprengstoff dieser Plan beeinhaltet, das zeigt sich an folgendem Beispiel:
Im Norden Fuerteventuras gab/gibt es zwei große Bauprojekte. Das eine bei El Cotillo wurde kurz nach Baubeginn gestoppt.  Mitten zwischen der fertiggestellten Straße stehen seit einigen Tagen zwei Plakate von ca. 6 x 2,5 Metern, eins in deutscher und eins in spanischer Sprache, aufgestellt vom Cabildo Fuerteventuras.
Auf den ersten Blick erscheint es eine Information über den Rückbau dieser Straße zu sein. Wenn man den Text aber bis zum Ende liest, kommen Zweifel über die Gesinnung der Inselregierung.
Der Text unter „1Fase“ beschäftigt sich mit dem Naturschutz in El Cotillo und bereitet keine Probleme.
Unter „2Fase“ liest man Dinge, die Zweifel wecken, dass Fuerteventura zu Europa gehört und sich an seine Regeln hält.
Sehr platt werden die Deutschen hervorgehoben als Schuldige für den Verlust der Inselkultur und das ungesunde Wachstum des Immobiliensektors. Dass die Lizenzen für die Immobilien ohne Rücksicht auf die Insel von den Inselverantwortlichen an spanische und kanarische Investoren erteilt wurden, wird verschwiegen.
Die Canarios lassen sich schamlos bis zum Platzen mit europäischen Milliarden päppeln, wollen anderen Europäern aber den Zugang zum Archipel limitieren.
 Nachfolgend der dort veröffentlichte deutsche Text. Alle sprachlichen Eigenheiten und Fehler wurden komplett übernommen:

Cabildo Fuerteventura
Projekt zur Rueckgewinnung des Territoriums Majorero und spezieller Schutz der Ureinwohner – Einheimische
Bevoelkerung

1Fase
Die Rueckgewinnung des Naturraums, der durch den derzeit unterbrochenen Bau der Anfahrtsstrassen der Siedlung die im Plan Parcial SAU 8 Costa del Faro (staedtebaulicher plan) beschrieben wird, betroffen ist.
(...)

2Fase
Anwendung der Europaeischen Raumplanungs; Territoriums und Kulturelle Identitaetsnorm bzw. der Bewilligung des speziellen Schutzes der Identitaet des Territoriums Majorera.
Die extensive Nutzung des Naturraums, einerseits aufgrund des immer stärker wachsenden Tourismusangebots und andererseits der massiven Zuwanderung europaeischer Staatsbuerger (vor allem deutsche).
All dies verursacht einen starken Wachstum des Immobilienektors auf der Insel und das verschwinden der Majorera - Kultur.
Aufgrund der offensichtliche Notwendigkeit des Schutzes der Kulturellen Identitaet Majorera wurde am 3. Maerz 2007 diese unter offiziellen schutz gestellt mittels des Plan especial de Protección de la Identidad Majorea (PPIM)
(...)
Art 7 (Plan especial de Protección de la Identidad Majorea)
Limitation der europaeischen Bevoelkerung, im Territorium MAJORERO, nach den aktuell gueltigen europaeischen Richtlinien. In keinem Fall darf eine europaische Einwanderungsnationalitaet 30% der ofiziellen gesammten Bevoelkerung Fuerteventuras ueberschreiten. Die offizielle Anwendung dieser Massnahme beginnt ab Juli 2007

Das Cabildo hat sich zwar mittlerweile entschuldigt, aber bis heute, Sonntag nachmittag, steht der diskriminierende Text immer noch auf der Tafel und davor den Kopf schüttelnde Spanier und Deutsche.

Johannes Göbel
Fuerteventura


Auch von „Frank“ über www.fuerteonline.com bekamen wir den Hinweis auf die Werbetafel. d. Red.








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